Dienstag, 2. März 2010

Unbeschadet vom Erdbeben

Buenos Dias Amigos,

viele besorgte Mails haben uns nach dem großen Beben in Chile erreicht. Vielen Dank Euch erst einmal für die Sorge. Wir haben das Beben mitten auf einem ausgetrockeneten See auf der östlichen Andenseite miterlebt, etwa 150km nordöstlich unserer "Hochzeitsstadt" Mendoza. Viel sicherer kann man bei einem Erdbeben wohl nicht sein.

Das Hauptbeben fand nach unserer Zeit gegen 3 Uhr nachts statt, bei uns fegte zu dieser Zeit ein starker Wind und wir schaukelten tief schlafend in unserem weichen Dachbett. Am Morgen beim Frühstück erlebten wir dann ein Nachbeben mit. Eine kurze und heftige horizontale Bewegung des gesamten "Sees". Die Stühle wackelten, der ausgeklappte Reserveradträger klapperte kurz, dann war es wieder still. Es war beunruhigend aber wir haben uns nichts weiter Schlimmes gedacht. Erst beim Besuch eines nahen Observatoriums im Parque Nacional El Leoncito klärte man uns auf, dass es ein sehr schlimmes Beben in Chile gegeben hätte.

Da wir von Stärke 8,8 hörten, versuchten wir beim Ranger einen Internetzugang zu bekommen, um unsere Familien und Freunde zu beruhigen. Das klappte jedoch nicht, aber wir durften netter Weise über die Mikrowellenverbindung eine kurze Mail nach Hause senden.

So ein Beben hat es in dieser Gegend noch nicht gegeben. Es ist viel Leid über die Menschen hereingebrochen. Also, falls jemand nach einem Hochzeitsgeschenk für uns sucht - es gibt sicher das eine oder andere seriöse Spendenkonto für internationale Hilfe. Das wäre uns das schönste Geschenk!

Liebe Grüße aus dem Nationalpark Ischigualasto (oder für Leute ohne Knoten in der Zunge: Valle de la Luna),

Die Tortugas