Mit diesem Argumat wirbt die Stadt Ushuiaia, die südlichste Stadt der Welt. Heute sitzen wir in unserer Tortuga, genießen eine exzellente WLAN-Verbindung und blicken vom Camingplatz "La Pista del Andino" über die Stadt hinaus auf den rauhen Beaglekanal und die dahinter liegenden, schneebedeckten Berge, die in der Sonne leuchten. Das Thermometer zeigt 3,1°C - wir hoffen auf weiße Weihnachten :-)
Schon seit fünf Tagen sind wir in und um Ushuiaia unterwegs. Der Nationalpark "Tierra del Fuego" hat uns in seinen Bann gezogen und zu einer richtigen und mehreren kleinen Wanderungen animiert. Die Landschaft erinnert an Norwegen und Neuseeland zugleich, das Wetter ändert sich im 15-Minuten-Takt. Heute weckte uns die warme Sonne bei Windstille. Ein Blick aus dem Panoramafenster unseres Hubdaches zeigte das oben beschriebene Bild. Zum Frühstück genossen wir Schneetreiben bei 10m Sicht, nun ist es wieder schön. Wir können uns nicht sattsehen und kommen daher heute auch nicht wirklich in die Gänge. Doch was soll's, wir haben ja Zeit. Tut gut, das zu schreiben :-)
Das Ende der Ruta 3 liegt schon im Nationalpark und wird von diesem schönen Holzschild markiert.
Der Park ist sehr gut beschildert und für den Besucheransturm ausgelegt, der hier in den Sommermonaten einbricht. 350 Kreuzfahrtschiffe legen in Ushuiaia an und ergießen einen Großteil der insgesamt jährlichen 200.000 Touristen in die Stadt und in bereitstehende Busse, die zum Ende der Welt fahren. Wir begegnen in der Stadt und auf den Camps mehrfach ausländischen Fahrzeugen, allen voran deutschen und französischen Kennzeichen. Mehrmonatige, organisierte Touren von Alaska nach Feuerland (gern mit Motorrädern) enden hier am Schild mit Champagner und Hupkonzerten. Der Moment ist sicher auch ergreifend - sogar für uns, denen diese Ehre der absolvierten Panamerikana (noch?) nicht gebührt.
Wenn doch das Wasser nicht so kalt wäre....es wäre ein Badeparadies

Die Bude auf dem Steg ist die südlichste Postfiliale Argentiniens und vielleicht der Welt? Corinna bekam vom Postmann eine Flasche "Cape Horn" Bier geschenkt. Es war wirklich nett dort!

Straßengeschehen - Tiertransport auf argentinisch. Für das Pferd möglicher Weise spannender, als im geschlossenen Wagen....

Im Nationalpark gibt es viel zu sehen. Besonders die Vogelwelt ist toll. Hier ein Karakara

...und hier ein männlicher Magellanspecht (gefährdete Spezies), der uns sein Holzbearbeitungswerkzeug eindrucksvoll vorführte.

Der Frühling ist deutlich zu sehen. Zarte Blüten überall.

Der Beginn unserer großen Wanderung auf den Cerro Guanako führte uns durch kalten Regenwald, in dem die Südbuche (Lenga) dominiert. Spannend zu beobachten ist die Änderung der Vegetation mit zunehmender Höhe. Die Baumgrenze liegt bei nur 600m!

Zurück in der Zivilisation (ein Tag später) ein gepflegtes Glas Vino Tinto in einem urigen Lokal.

Vermutlich eine Art Wahrzeichen der Stadt ist das Schiffswrack direkt am Ufer. Sicher sehr oft fotografiert - auch von uns :-)

Und zum Abschluss noch ein Panoramablick (so ähnlich schauen wir gerade auf die Stadt). Heute fahren wir in Richtung Osten wieder in die Wildnis, morgen verlassen wir voraussichtlich das wunderschöne Tierra del Fuego in Richtung Chile (vorher heißt es wieder fleißig das frische Gemüse vertilgen, da man das nicht über die Grenze kriegt).













































