Buenas tardes amigos,
diesen Post zu beginnen erfordert Überwindung. Das Gefühl dabei ist anders, als bei allen Posts zuvor. Den ersten schrieb ich zwar ebenfalls hier, in Wendisch Evern, alle anderen dann an verschiedenen Orten, mal im Auto an einer Tankstelle mit superlangsamer Internetverbindung, mal irgendwo an der Piste über eine offene WLAN-Verbindung, mal in einer romantischen Lodge, mal in einem Internetcafe (wo wir über die Siesta eingeschlossen wurden, weil es so lange gedauert hat...) - meist an exotischen Orten im einzigartigen Südamerika. Immer lagen noch weitere Abenteuer vor uns und es gab spannendes zu berichten und bunte Bilder zu zeigen.
Heute ist es anders - wir blicken zurück auf das Jahr, das nun vorüber ist. Der heutige Post soll der Epilog zu unserer Traumreise werden und ich kann nicht anders sagen: Er wird nicht lustig und nichteinmal die Bilder sind wirklich bunt. Sorry!
Jammern möchte ich aber auch nicht, denn dafür gibt es keinen Grund. Wir wurden sehr warmherzig empfangen, von unseren Familien, unseren Freunden (die, die wir schon gesehen oder gesprochen haben) und: Von unserer Heimat. Die stellte uns schon auf dem Bahnhof in Frankfurt einige Weisheiten vor, die ganz in unserem Sinne sind. Nicht nur wir - auch die renommierte Süddeutsche Zeitung meint:
diesen Post zu beginnen erfordert Überwindung. Das Gefühl dabei ist anders, als bei allen Posts zuvor. Den ersten schrieb ich zwar ebenfalls hier, in Wendisch Evern, alle anderen dann an verschiedenen Orten, mal im Auto an einer Tankstelle mit superlangsamer Internetverbindung, mal irgendwo an der Piste über eine offene WLAN-Verbindung, mal in einer romantischen Lodge, mal in einem Internetcafe (wo wir über die Siesta eingeschlossen wurden, weil es so lange gedauert hat...) - meist an exotischen Orten im einzigartigen Südamerika. Immer lagen noch weitere Abenteuer vor uns und es gab spannendes zu berichten und bunte Bilder zu zeigen.
Heute ist es anders - wir blicken zurück auf das Jahr, das nun vorüber ist. Der heutige Post soll der Epilog zu unserer Traumreise werden und ich kann nicht anders sagen: Er wird nicht lustig und nichteinmal die Bilder sind wirklich bunt. Sorry!
Jammern möchte ich aber auch nicht, denn dafür gibt es keinen Grund. Wir wurden sehr warmherzig empfangen, von unseren Familien, unseren Freunden (die, die wir schon gesehen oder gesprochen haben) und: Von unserer Heimat. Die stellte uns schon auf dem Bahnhof in Frankfurt einige Weisheiten vor, die ganz in unserem Sinne sind. Nicht nur wir - auch die renommierte Süddeutsche Zeitung meint:

OK - schonmal nicht schlecht der Empfang. Dann latschten wir mit unseren verschlissenen Schuhen und den Rucksäcken noch über einen feinen Bodendruck, der uns (inzwischen erfolgreich entpolitisiert) gleich auf Spur brachte: Die Krise ist vorbei! Fein! Ich hoffe nur, dass diese vorbei ging obwohl wir fort waren und nicht weil wir fort waren....

Es folgten ein paar schöne Tage bei meinen Eltern in Escherode, wo viel erzählt und gegessen wurde. Endlich konnten wir wieder lange Spaziergänge mit Hund Spike im Wald machen und den Duft der Blätter, des Moses und der Feuchtigkeit riechen, den wir -zugegeben- etwas vermisst hatten. Nach der Bauchpinselei am Bahnhof stellte uns Deutschland allerdings ratz fatz auf eine harte Probe: Wie reagieren die Beiden Ausreißer wohl auf Dauerregen und ständiges Mistwetter? Nun: Unterschiedlich. Corinna freute sich (?) und ich fand's blöd - richtig blöd! Nach drei Wochen Regen konnten wir ohne rot zu werden behaupten, dass wir nun mehr Regentage erlebt hatten als in den 12 Monaten davor... Na, jetzt kommt der Niederschlag wenigstens als Schnee runter, was wiederum klasse ist.
Von Escherode fuhren wir mit dem Leihwagen (Dank an Vater Kreisel) in den hohen Norden, wo uns eine geputzte, beheizte (Danke Ilona und Frank!!) und mit viel Liebe dekorierte Wohnung (Danke an Papa Rudi und Ingrid!) empfing - und das im strahlenden Sonnenschein. Das war ein bewegender Moment. Gut, dass wir uns zwei Wochen zum Ankommen genommen hatten, denn wir waren beide so nahe am Wasser gebaut, dass wir uns noch nicht wirklich unter die Leute trauten. Falls jemand von Euch mal so eine Reise vor hat (oder gerade reist - wie Ihr, liebe Monstertoyos): Das Heimkommen ist nochmal ein emotionales Feuerwerk. Klar freut man sich auf vieles. Familie, Freunde, richtiges Brot und Käääääseee!!!! doch sind da auch ganz viele Dinge, die man nicht so ohne weiteres verkraftet - alles voran die Feststellung, dass Zeit relativ ist. Aus Sicht der Daheimgebliebenen waren wir wohl recht lange weg, doch sagten alle: "Mensch, Ihr seid ja schon wieder da - wie schnell doch so ein Jahr vergeht.....". das war für uns das absolute Gegenteil. Dieses Jahr war ein Lebensabschnitt, eine schier endlose Zeit, fast neun mal die großen Sommerferien hintereinander, die große Freiheit, der größte Traum!!!!!
Von Escherode fuhren wir mit dem Leihwagen (Dank an Vater Kreisel) in den hohen Norden, wo uns eine geputzte, beheizte (Danke Ilona und Frank!!) und mit viel Liebe dekorierte Wohnung (Danke an Papa Rudi und Ingrid!) empfing - und das im strahlenden Sonnenschein. Das war ein bewegender Moment. Gut, dass wir uns zwei Wochen zum Ankommen genommen hatten, denn wir waren beide so nahe am Wasser gebaut, dass wir uns noch nicht wirklich unter die Leute trauten. Falls jemand von Euch mal so eine Reise vor hat (oder gerade reist - wie Ihr, liebe Monstertoyos): Das Heimkommen ist nochmal ein emotionales Feuerwerk. Klar freut man sich auf vieles. Familie, Freunde, richtiges Brot und Käääääseee!!!! doch sind da auch ganz viele Dinge, die man nicht so ohne weiteres verkraftet - alles voran die Feststellung, dass Zeit relativ ist. Aus Sicht der Daheimgebliebenen waren wir wohl recht lange weg, doch sagten alle: "Mensch, Ihr seid ja schon wieder da - wie schnell doch so ein Jahr vergeht.....". das war für uns das absolute Gegenteil. Dieses Jahr war ein Lebensabschnitt, eine schier endlose Zeit, fast neun mal die großen Sommerferien hintereinander, die große Freiheit, der größte Traum!!!!!

Das was wir in unseren Herzen und Köpfen mitgebracht haben, wird uns für immer bleiben. Die Begegnungen mit Menschen, die Weite, die Natur, die Macht der Natur. Wir haben auf 4.700m Höhe geschlafen, haben die dünne Luft mehr als einmal verflucht, haben die Andenkälte gefühlt, die patagonischen "roaring forties" gespürt, die während der Nacht unser Autobett schaukelten, als lägen wir in einer Wiege, haben ein Erdbeben miterlebt, haben in den Tropen geschwitzt, waren auch mal krank, haben hunderte fiese Minisandfliegen dabei beobachtet, wie sie ohne abzubremsen durch unsere Moskitonetze hindurch einen Angriff geflogen haben, waren auf uns selbst gestellt und haben dabei festgestellt, dass wir es beide genießen. Das muss durchaus nicht so sein. Immerhin kommen wir aus einer Vollkaskowelt, in die wir nun auch wieder zurückgekehrt sind.
Was wir auch mitgebracht haben von der großen Reise, sind neue Freunde. Zwei davon haben mit uns die Odysse der Fahrzeug-Rückverschiffung durchlitten. Ich möchte das Thema hier nicht breittreten. Wir wollen es vergessen. Zusammengefasst kann man sagen, dass es Verzögerungen gab, die Geld und Nerven gekostet haben aber wir hatten Hilfe von netten und kompetenten Menschen (hier ein dickes Dankeschön an Kevin Montigel von der schweizer Spediteam für die sehr gute Organisation und Hilfe in der Not und auch an unseren Freund Klaus Schubert aus Argentinien für die aufmunternden Worte). Wir mussten noch ein paar Tage länger warten, als ursprünglich geplant, doch wer mag sich beschweren, wenn zwei nette Südamerikareisende für eine Woche hier einkehren - einer davon noch Berufskoch?
Was wir auch mitgebracht haben von der großen Reise, sind neue Freunde. Zwei davon haben mit uns die Odysse der Fahrzeug-Rückverschiffung durchlitten. Ich möchte das Thema hier nicht breittreten. Wir wollen es vergessen. Zusammengefasst kann man sagen, dass es Verzögerungen gab, die Geld und Nerven gekostet haben aber wir hatten Hilfe von netten und kompetenten Menschen (hier ein dickes Dankeschön an Kevin Montigel von der schweizer Spediteam für die sehr gute Organisation und Hilfe in der Not und auch an unseren Freund Klaus Schubert aus Argentinien für die aufmunternden Worte). Wir mussten noch ein paar Tage länger warten, als ursprünglich geplant, doch wer mag sich beschweren, wenn zwei nette Südamerikareisende für eine Woche hier einkehren - einer davon noch Berufskoch?

Die Organisation von Spediteam hier in Europa war vorbildlich - eine sehr empfehlenswerte Adresse für die Überseeverschiffung! Auch das Abholen der Fahrzeuge lässt sich gut zusammenfassen. Ein pünktlicher Anruf aus Hamburg, wir sprangen ins Auto, 40 Minuten später waren wir am Hafen, wo wir total freundlich empfangen wurden. Der rote Container stand noch auf dem Sattelschlepper, der an der Halle angedockt hatte, der Fahrer wartete, alles war bereit, die Fahrzeuge konnten herausgefahren werden. Mari zickte etwas, doch sie konnte mit Bordmitteln wiederbelebt werden. Tortuga sprang an und kam mit etwas platten Reifen ins trübe hamburger Winterlicht gefahren.

Da sind sie nun. Kurzzeitkennzeichen mit Kabelbindern drangefummelt, etwas hamburger Luft in die mürben Reifen gepustet, ein Danke an das hamburger Team und los in den Schnee.



Dann folgte noch ein kurzes "Moin! Wir kommen gerade aus Südamerika - was müssen wir tun? Welche Papiere möchten Sie sehen?" beim deutschen Zoll: Zöllner "Moin! Was ham' se denn da drin? Campingzeugs?" Ralph: "Joh!", Corinna: "Und ein paar Souvenirs!" Zöllner: "Na dann herzlich willkommen zuhause! Gute Fahrt!"
Alles in Allem etwa 30 Minuten! Und es ging (wieder so eine emotionale Geschichte) über die Autobahn wieder nach Hause, über die wir 15 Monate zuvor in unser großes Abenteuer aufbrachen.
Nun sind wir ZUHAUSE! wirklich zuhause. Bevor unser treues Auto hier war, war die Reise noch nicht wirklich zuende - nun ist sie es! Doch einiges ist anders. Irgendetwas in uns fühlt sich anders an. Vielleicht reifer, ruhiger, gelassener, aber auch aufmerksamer für die vermeindlich kleinen Dinge, oder sind gerade diese in Wirklichkeit die wichtigen Dinge des Lebens?
Alles in Allem etwa 30 Minuten! Und es ging (wieder so eine emotionale Geschichte) über die Autobahn wieder nach Hause, über die wir 15 Monate zuvor in unser großes Abenteuer aufbrachen.
Nun sind wir ZUHAUSE! wirklich zuhause. Bevor unser treues Auto hier war, war die Reise noch nicht wirklich zuende - nun ist sie es! Doch einiges ist anders. Irgendetwas in uns fühlt sich anders an. Vielleicht reifer, ruhiger, gelassener, aber auch aufmerksamer für die vermeindlich kleinen Dinge, oder sind gerade diese in Wirklichkeit die wichtigen Dinge des Lebens?

Jetzt habe ich wieder so viel geschrieben - das ist das Problem, wenn man ohne Konzept drauflosschreibt... Vielleicht interessieren den einen oder anderen noch ein paar Daten unserer Reise oder aber auch, was wir an technischen Problemen auf dieser Reise hatten - auch wenn das hier irgendwie nicht so toll reinpasst:
Unsere Tortuga fuhr letztes Jahr bei Kilometerstand 297.440 in den Container und bei 337.706 erreichte sie vor zwei Wochen das trockene Winterlager. Dazwischen lagen 40.266km, davon etwa 65% auf Pisten und Pfaden.
Der Durchschnittsverbrauch lag bei knapp über 13l Diesel. Ich habe Buch geführt über die Defekte, doch so richtig dicke Sachen waren nicht dabei. Hier und da mal ein Glühlämpchen, ab und an mal eine Kleinigkeit zu Schweißen (OK, auch mal eine größere in Form der abgreissenen Quertraverse oder des Reserveradträgers) oder auch die vier ersetzten Federblätter. Tortuga ist immer angesprungen und war immer fahrbereit! Das ist, was zählt.
Alle 10.000km haben wir Motoröl-und Filter gewechselt, einmal den Dieselfilter und einmal eine defekte Batterie (die für die Spannungsversorgung des Innenraumes. Natürlich mussten wir immer mal die Radaufhängungen anschauen und auch einmal die Radlager vorn nachstellen.
Unsere Reifen hatten 5.000km "auf der Uhr", als wir losfuhren und wir hatten die ersten 30.000km auf der Reise keinen Platten. Dann ging es aber Schlag auf Schlag. Etwa jeden zweiten oder dritten Tag hatten wir danach irgendwo ein Leck. Wir haben nicht mehr mitgezählt, wie oft wir zu einer "Gomeria" mussten. Ein Lob an die Ingenieure von BF Goodrich für die perfekte Berechnung der Lebensdauer. Pünktlich bei 35.000km sind die guten M/T's fertig!
Für das Frühjahr sind einige Instandsetzungen geplant, auch neue Reifen braucht Tortuga und dann???? Wer weiß das???? Es gibt noch sooo viel zu sehen auf dieser schönen Welt........
Unsere Tortuga fuhr letztes Jahr bei Kilometerstand 297.440 in den Container und bei 337.706 erreichte sie vor zwei Wochen das trockene Winterlager. Dazwischen lagen 40.266km, davon etwa 65% auf Pisten und Pfaden.
Der Durchschnittsverbrauch lag bei knapp über 13l Diesel. Ich habe Buch geführt über die Defekte, doch so richtig dicke Sachen waren nicht dabei. Hier und da mal ein Glühlämpchen, ab und an mal eine Kleinigkeit zu Schweißen (OK, auch mal eine größere in Form der abgreissenen Quertraverse oder des Reserveradträgers) oder auch die vier ersetzten Federblätter. Tortuga ist immer angesprungen und war immer fahrbereit! Das ist, was zählt.
Alle 10.000km haben wir Motoröl-und Filter gewechselt, einmal den Dieselfilter und einmal eine defekte Batterie (die für die Spannungsversorgung des Innenraumes. Natürlich mussten wir immer mal die Radaufhängungen anschauen und auch einmal die Radlager vorn nachstellen.
Unsere Reifen hatten 5.000km "auf der Uhr", als wir losfuhren und wir hatten die ersten 30.000km auf der Reise keinen Platten. Dann ging es aber Schlag auf Schlag. Etwa jeden zweiten oder dritten Tag hatten wir danach irgendwo ein Leck. Wir haben nicht mehr mitgezählt, wie oft wir zu einer "Gomeria" mussten. Ein Lob an die Ingenieure von BF Goodrich für die perfekte Berechnung der Lebensdauer. Pünktlich bei 35.000km sind die guten M/T's fertig!
Für das Frühjahr sind einige Instandsetzungen geplant, auch neue Reifen braucht Tortuga und dann???? Wer weiß das???? Es gibt noch sooo viel zu sehen auf dieser schönen Welt........

Absatz:
Heute ist der 23. Dezember, morgen ist Weihnachten auf der Welt. Der Norden ist verborgen unter einer dicken Schicht Neuschnee - es ist wunderschön. Wir dachten uns, als Abschluss unseres Blogs ein paar weihnachtliche Bilder unserer schönen Stadt Lüneburg einzustreuen. Auch hier ist es schön oder?. "Oh wie schön ist Panama!"
Heute ist der 23. Dezember, morgen ist Weihnachten auf der Welt. Der Norden ist verborgen unter einer dicken Schicht Neuschnee - es ist wunderschön. Wir dachten uns, als Abschluss unseres Blogs ein paar weihnachtliche Bilder unserer schönen Stadt Lüneburg einzustreuen. Auch hier ist es schön oder?. "Oh wie schön ist Panama!"





Wir beide wünschen Euch alles Gute, besinnliche Weihnachten, Zeit, das Tempo zu reduzieren (dafür muss man ja eigentlich nicht einmal so weit wegfahren...) und einen guten Start ins Jahr 2011.
Den noch reisenden Freunden wünschen wir weitere spannende und erinnerungswerte Erlebnisse, den Heimkehrern eine gute Rückkehr (wir freuen uns auf Euch Monstertoyos!!)
Las Tortugas Corinna & Ralph Sawallisch
PS: Wem nun wirklich das Herz blutet, dass hier keine Neuigkeiten mehr kommen: Schaut mal unter www.monstertoyo.com
PPS: Natürlich wird es auch einen Diavortrag geben. Der ist aber noch nicht fertig - wir halten Euch auf dem Laufenden
Den noch reisenden Freunden wünschen wir weitere spannende und erinnerungswerte Erlebnisse, den Heimkehrern eine gute Rückkehr (wir freuen uns auf Euch Monstertoyos!!)
Las Tortugas Corinna & Ralph Sawallisch
PS: Wem nun wirklich das Herz blutet, dass hier keine Neuigkeiten mehr kommen: Schaut mal unter www.monstertoyo.com
PPS: Natürlich wird es auch einen Diavortrag geben. Der ist aber noch nicht fertig - wir halten Euch auf dem Laufenden
