Montag, 21. Dezember 2009

Torres del Paine, Chile (03.12.-18.12.09)

Da sind wir wieder, die beiden glücklichen "Globetrotter". Mit wunden Füßen, schmerzendem Rücken, großer Lust auf eines der legendären Argentinischen Steaks und voller Eindrücke von unserer 11-Tageswanderung durch den einzigartigen Nationalpark "Torres del Paine". Es war grandios! Sogar das viel kritisierte Patagonische Wetter meinte es gut mit uns und unsere überfüllten Rucksäcke beinhalteten nur zwei Teile umsonst: Unsere beiden Regenhosen (es ist jedoch zu empfehlen, diese immer griffbereit zu haben - schon für McMurphy...).
Corinna hatte diese Wanderung über gut 130km und 4.000 Höhenmeter als adäquate Einstimmung in die Wandersaison in den Anden herausgesucht und ich war ehrlich gesagt ein wenig skeptisch, ob unsere Knochen nach sechs Wochen auf dem weichen Autositz darauf positiv reagieren würden. Sie taten es :-)
26kg zeigte die Schafwaage bei meinem Rucksack an, die wir auf dem Wege an einem Baum hängen sahen, 18,5kg bei Corinna (auf die 500g besteht Corinna - auch wenn die Waage vermutlich 20% Ungenauigkeit hat ;-) Jeweils um 30% überladen, würde ich sagen.
Insgesamt über zwei Wochen verbrachten wir im Torresgebiet, zwei Tage davon für die seelische und mentale Vorbereitung auf die Tour und (siehe Bild Nummer eins), weil es einfach geil war, wo wir da standen!!!!. Wir hatten gelesen von Menschen, die sich gar um 4 Uhr morgens aus dem Zelt schleppten, um einen kurzen Blick auch die Torres werfen zu können - wir konnten das auch um 11 Uhr, oder um 16 Uhr oder um 23 Uhr :-) Danke an den zuständigen Wettergott!!!!!!
Wir wollen versuchen, Euch einige Eindrücke zu vermitteln und ein paar Bilder sprechen lassen. Diese Wanderung werden wir jedenfalls nie vergessen - der Park bietet weit mehr als die bekannte Ansicht der majestätischen Torres. Es war einmalig schön.

Zimmer mit Aussicht (nicht abgebildet: Gefühlte Windstärke 9)

Die Beschilderung ist gut und eindeutig!


Blick ins Valle de Ascensio

Einfach nur WOW!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Unser Camp im Märchenwald für zwei Tage. Von hier 20 Schritte konnte man auf die Torres blicken (nicht so nahe wie auf dem Foto davor aber immerhin)


Blick nach oben


Zeitreise zum Campamento Seron. Hinten unser Zelt (nein wir sind nicht mit dem Wagen dort)


Meerschweinchenparadies


Blick auf den Lago Paine


Abstieg (!) vom Pass herunter zum Glaciar Grey. Der Blick auf den Gletscher wurde schlagartig frei, nachdem wir den Pass erreicht hatten. Uns blieb tatsächlich der Atem weg (nicht nur, weil der Wind uns voll von vorn erwischte).


Die Idee, bis zum Campamento Grey zu wandern scheiterte an der Existenz dieses Plätzchens, das das Prädikat 5 Sterne verdient. Wir blieben hier am Campamento Paso. 10cm neben dem Zelt ging es 20m runter - Blick auf den Gletscher im Abendlicht und dann im Sonnenlicht des nächsten Tages. Zeit zum Verweilen!


Das war unser Blick "aus dem Fenster"


Zwei Tage begleiteten wir den Lauf des Eises, dann haben wir es überholt und genossen die Aussicht auf einen der beiden Gletschermünder. Qualitätskontrolle positiv. Eis ohne Lufteinschlüsse!

Was man auf Fotos zum Glück nicht sehen kann sind Körpergerüche. Die 11 Tage waren schon schweißtreibend. So trieb es mich auch ins Gletscherwasser. Klasse Erfahrung (Gesichtsausdruck hat nichts zu bedeuten ;-)

Keine schwarzen Wolken aber Patagonische Spezialanfertigungen aus der Himmelsküche - man kann stundenlang den Himmel beobachten und immer wieder staunen.
Traglast zwei Personen (haben wir befolgt)

Und wieder raus aus dem Nationalpark nach unvergesslichen Tagen ohne Räder. Traglast 1.500kg (wir haben uns etwas leichtgemacht. Hält auch knapp über 3 Tonnen :-)